Die Vereinsgeschichte vom 1. Chemnitzer Käferclub

Gründungsflyer

Ende 1991 kam der Wahlsachse Georg Steffens von Recklinghausen nach Chemnitz. Er fuhr selbst Käfer und war dort in den Jahren zuvor der “Präsident” des Käferclubs Recklinghausen, zu dem er immer noch eine freundschaftliche Beziehung pflegt. Zu dieser Zeit war eine starke Zunahme der Käfer auf Chemnitzer Straßen zu beobachten. Manche von ihnen waren schon zu DDR-Zeiten durch Stadt und Umgebung gefahren, andere waren nun nach der „Wende“ neu hinzugekommen. So kam er auf die Idee, denjenigen, die er stehen sah, Zettel hinter den Scheibenwischern zu hinterlassen, um so die Chemnitzer Käferfahrer das erste Mal zu einem gemeinsamen Treffen einzuladen. So kamen am 17. November 1991 die ersten interessierten Käferfreunde in der Gaststätte „Zum Schloßwald“ auf dem Schloßberg zusammen. Durch Mundpropaganda und weitere Flugblatt-Aktionen wuchs der Käferclub bis 1994 bereits auf 35 Mitglieder und 23 Fahrzeuge an. Ende April 1994, wagte man sich erstmals an die Organisation eines Käfertreffens am Stausee Oberwald. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten – 180 Käfer aus ganz Deutschland kamen. Dennoch haben die Käferfreunde zu diesem Zeitpunkt noch keine wirkliche Organisationsstruktur. Man ist bisher „nur“ eine Ansammlung von Käferfreunden. Um nun auch für die nächsten Treffen besser abgesichert zu sein, beschließt man Ende des Jahres die Eintragung als Verein. Hierfür sind einige Hürden bezüglich des Namens und des Logos zu überwinden, doch so schnell gibt man nicht auf. Zum nächsten Treffen am letzten Aprilwochenende 1995 tritt man nun offiziell als 1. Chemnitzer Käferclub e.V. „Ferdinands Erben“ auf. Das 2. Treffen 1995 wird ein voller Erfolg: 230 Käfer finden sich am Stausee Oberwald ein. In den folgenden Jahren werden zu jedem Treffen zwischen 250 und 300 VW Käfer aus allen Teilen Deutschlands und sogar aus Tschechien, Österreich und der Schweiz anrollen. Damit mauserte sich das Chemnitzer Käfertreffen zu einer festen Größe in der Szene. Und die Chemnitzer freuen sich besonders über die Teilnehmer, die dem Ferdinands Festival seit Jahren die Treue halten und sich weder von Wetter noch Distanzen abhalten lassen um gemeinsam am Stausse Oberwald und auf dem Sachsenring zu feiern.

Der Name

Neben der regionalen Zuordnung zur Stadt Chemnitz wollten wir chemnitzer Käferfreunde mit unserem etwas exotischen Namen „Ferdinand’s Erben“ einen besonderen Mann huldigen: Ingenieur Ferdinand Porsche. Ihn wollte man mit diesem Namen ehren. Seine Arbeit für die deutsche Automobilindustrie ist bis heute von unschätzbarem Wert. Porsche ist in aller Welt bekannt für faszinierende Sportwagen. 

Das Logo

Das Club – Logo, mit dem der Chemnitzer Käferclub 1994 in das Rennen um die Vereinseintragung ging, unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten vom heutigen Logo. Dreh- und Angelpunkt war erneut Ferdinand. Dieser Ferdinand Porsche, als dessen Erbe sich der Club gern bezeichnen wollte, schmückte zunächst auch das Logo. Das Chemnitzer Amtsgericht wollte Logo und Name jedoch nicht ins Vereinsregister eintragen, solange man keine Zusage der Porsche AG, Rechtsnachfolger Ferdinand Porsche’s habe. Also fragte man bei Porsche an und erhielt folgende Antwort: „…leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihnen keine Gestattung zur Verwendung des Vereinsnamens „Ferdinand’s Erben“ für Ihren Käfer-Club erteilen können. Bitte unterlassen Sie auch die Benutzung des Konterfeis von Herrn Professor Ferdinand Porsche sein…“ Selbstverständlich respektierte man in Chemnitz die Markenrechte der Sportwagenschmiede. Jedoch gibt ein Chemnitzer Käferclub nicht so schnell auf. Zwar wurde das Bildnis Porsches im Logo durch eine an ein VW-Zeichen erinnernde Grafik ersetzt, doch den Namen wollten die Chemnitzer gern beibehalten. Da Ferdinand als normaler Vorname nicht geschützt werden kann, bezieht sich der Name nun auf einen Urahn des Club-Vorsitzenden und blieb so dem Clubnamen erhalten. Die offizielle Bezeichnung lautete nun: 1. Chemnitzer Käferclub e.V. „Ferdinands Erben”